Die gute alte Zeit

06.09.2015 08:00  Von:: Stefanie Maschewski

Die gute alte Zeit

Happy Sunflower – Einen Amerikaner zum gleich essen

Backtipps von Oma

Wie war das früher mit dem Backen eigentlich?

 

Wann hast Du Dich zuletzt an Deine Kindheit zurück erinnert?

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Wer kennt Sie nicht? Die Vorfreude. Mama ist gerade beim Bäcker gewesen und hat eine süße Kleinigkeit mitgebracht! Dieser luftige Teig, überzogen mit einer klebrigen Zuckerguss- Glasur. Der erste Biss und die Süße breitet sich in Deinem Mund aus und schmeckt einfach nach mehr.Die Amerikaner waren der Bäckertraum eines jeden Kindes. Und auch heute noch kann man diese genießen. Wir haben für Euch diese kleine Reise in die Vergangenheit in einen Beutel zusammen gepackt. Und das Beste daran ist, dass sie super schnell geht, wie immer ohne chemische Zusätze ist, kein Weizenmehl enthält und Zuckerreduziert ist. Diese ganzen Eigenschaften zusammen bringen den unglaublich aromatischen Vanillegeschmack hervor, der so süchtig macht. Probier es aus und bestell Sie Dir gleich jetzt! Denn es gibt nichts schöneres, als für einen Moment in der Vergangenheit zu schwelgen.

Hier noch ein paar Back-Tipps von Oma

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Baiser wird bei sehr niedriger Temperatur mehr getrocknet als gebacken. Das Gebäck erhält aber einen feinen Karamellgeschmack, wenn man die Temperatur etwas höher einstellt.

Biskuit geht höher auf und wird großporiger, wenn man einen Esslöffel Obstessig unterzieht.

Hefeteig wird bekömmlicher, knetet man etwas frisch geriebenen Ingwer unter den Teig. Reste vom Teig kann man noch weiterverwenden, zum Beispiel leckere Brötchen machen.

Der Kuchen will nicht aus der Form, einfach die Backform nach dem Backen kurz auf ein feuchtes Tuch stellen.

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Eine schnelle Tortendekoration stellst Du selbst her, indem Du ein Tortendeckchen aus Papier auf die fertige Torte legst. Mit Puderzucker oder Kakao bestäuben. Das Papier anschließend vorsichtig abnehmen. Das ist eine schnelle und einfache Möglichkeit, die Torte zu verzieren. 

Bei mehrschichtigen Torten 
quillt die Tortenfüllung beim Anschneiden oft heraus. Deshalb solltest Du den obersten Boden in Portionsstücke schneiden, bevor Du die Torte fertig stellst. Sie lässt sich so viel einfacher schneiden.


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Rührkuchen läuft beim Backen nicht über die Form, wenn man einige Makkaroni in den Teig steckt. Durch sie kann der Dampf entweichen.
Nach dem Backen entfernen.

Um einen Teig schön luftig zu bekommen, einfach das normale Wasser durch Mineralwasser ersetzen.

Damit der Teig beim Rühren nicht an dem Rührgerät kleben bleibt, dieses vorher mit etwas Öl einreiben. 

Vom harten Fladen zum fluffigen Brot

Sonntags ein Stück Rührkuchen zum Kaffee, zwischendurch mal ein Superfood- Keks oder auch einen veganen Brownie – solche Köstlichkeiten schmecken uns immer und sind dabei aus verschiedenen Gründen fester Bestandteil unseres Speiseplans.
Bei einigen Gelegenheiten kommen wir sogar gar nicht mehr aus ohne Kuchen und Co. Es gehört einfach mit dazu. Weihnachten ist ein gutes Beispiel dafür, oder auch Geburtstage und Hochzeiten. Ohne Gebäck ist das Leben an vielen Tagen nicht so schön, wie es mit einer liebevoll zubereiteten Kleinigkeit sein kann. Doch so einfach, gesund und super lecker wie wir es Euch mit dem Backen heute machen, war es vor 6000 Jahren nicht. Die Anfänge des Backens waren sehr anstrengend! Seit der Mensch sesshaft geworden ist, hat er auch Getreide angebaut. Die daraus gewonnenen Körner waren ein Nahrungsmittel, das meist roh und unzerkleinert gegessen wurde… „würg“ …Das wäre heute undenkbar. Sich eine Ladung Schrot zu kaufen und darauf morgens mal genüsslich rum-zu-kauen und sich bei der Gelegenheit die Plomben aus den Zähnen zu beißen. Und diese Körner waren und sind immer noch nicht sehr bekömmlich. Da waren Bauchschmerzen an der Tagesordnung. Irgendwann kam dann ein schlauer Ureinwohner dann auf die Idee, diese Körner zwischen zwei Steinen zu mahlen und anschließend mit Wasser zu vermischen. Wie er darauf kam…Tja, man weiß es nicht. Auf jeden Fall war dieser Brei weitaus besser bekömmlich – und wurde zu einem Grundnahrungsmittel. 

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Wahrscheinlich hat dann jemand so mal ganz „aus Versehen“ den Brei auf einen von der Sonne erwärmten Stein gekleckst – und durch die Wärme wurde der Brei gebacken. Fortan stellte man auf diese Weise Fladenbrote her. Es wurden die ersten Backöfen gebaut. Einen Nachteil hatten dann diese Fladenbrote jedoch: sie waren nur warm genießbar. Wurden sie kalt, waren sie steinhart und nicht essbar, sondern nur noch zum Lutschen (letzteres war ein Witz).
Es war wohl wieder der Zufall, der dafür sorgte, dass das Fladenbrot schon bald luftiger wurde. Der „Fladenbrot-Beauftragte“ war so schusselig, dass er einfach mal den Brei vergessen hatte, der dann anfing zu gären. Nach Stunden fiel ihm dann ein (dem Fladenbrot-Beauftragten, nicht dem Brei- wohl gemerkt), dass er ja noch was zu erledigen hatte und diesen dann einfach noch schnell in den Steinofen schob. Weiß ja keiner. So entstand der erste Sauerteig, in dem Mikroorganismen Gärprozesse in Gang setzten. Und die sorgten dafür, dass der Teig aufging und zu einem lockeren Brot wurde, das auch kalt verzehrt werden konnte. Puh, Glück gehabt. Hätte beinahe Job verloren und wäre gesteinigt worden, wäre da was schief gelaufen. Aber welche Möglichkeit hatten unsere Vorfahren im 19. Jahrhundert, um ihr tägliches Brot zu backen?

Welche Arbeiten waren notwendig?
Man stelle sich das Ganze mal bildlich vor. „räusper“

Frau Müller(der Name passt so schön) ist eine Managerin im Jahre 2015. Viel unterwegs und viel beschäftigt. Isst gerne Brot. Um Brot essen zu können, muss sie morgens um 3 aufstehen, weil sie das sonst gar nicht schaffen würde, da in unserem fiktiven Beispiel das Brot nicht im Supermarkt zu kaufen ist.

Sie muss also um 3 Uhr aufstehen, um…
…den Acker zu pflügen mit dem Vieh/Ochsen/Pferdegespann – düngen mit Jauche (mit Stöckelschüchen und Desingerkostüm. Sie muss danach schnell zu einem wichtigen Meeting).

Danach wird alles schön ausgesät.
Dazwischen kann sie sich jetzt erstmal freuen auf ihre leichte Arbeit als Managerin, und während sie da so hinmanaget, hofft sie auf Regen, aber nicht zu viel, und auf Sonne, aber bitte nicht zu heiß. Zwischendurch geht sie immer mal wieder zu ihrem Feld und sticht die Disteln aus.
Ernten mit Sichel/Sense/Mähwerk wird ein richtig gutes Fitnessprogramm. Also kann sie sich den Spinningkurs an diesem Tag sparen.

Danach braucht sie nur noch die Garben zum Trocknen aufstellen.
Nach einigen Tagen kann sie die Ernte mit dem Fuhrwerk nach Hause fahren. Hoffen wir mal, dass sie eine große Wohnung hat, in der alles rein passt. Aber wer schläft nicht gerne im Stroh?
Jetzt kann sie ihre Arbeit (das Beschaffen der Rohstoffe von Brot) im Homeoffice machen. Dazu benötigt sie nur einen langen Stock (eine Art Dreschflegel- heißt wirklich so). Mit diesem Dreschflegel haut sie dann abends, wenn sie von ihrem Managerdasein nach Hause gekommen ist, ihre Wut auf die männlichen Kollegen raus. Dabei fallen die schönen Schrotkörner raus, die sie dann mit dem Vorwerk-Staubsauger aufsaugt. Soll ja ordentlich sein, die Bude. Jetzt kann sie mit den Körnern abends vor dem Fernseher sitzen und mit einem Stein immer schön auf die Mamorplatte ihres Wohnzimmertisches donnern. Die Kerne dazwischen. So bekommt sie endlich das Mehl. Hat ja auch lange gedauert.

Endlich Brot backen. 

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Wie Ihr seht, wäre das logistisch in der heutigen Zeit gar nicht machbar. Jetzt aber mal wieder Scherz beiseite. Brot war damals ein sehr wichtiges Nahrungsmittel, was jedoch sehr fade geschmeckt hat. Es ging einzig und allein darum, satt zu werden und nicht um den Genuss. Zum Beispiel stand Salz noch vor etwa 150 Jahren nicht immer zur Verfügung. Es war sehr wertvoll und wurde von der Gemeinde über Händler bezogen, um es dann wieder an die Bevölkerung abzugeben. (Es waren nicht immer Lebensmittelhändler oder sonstige Handelsgeschäfte im Ort ansässig). Zur Verwaltung des wertvollen Salzes gab es bei der Gemeinde eine gesonderte „Salzrechnung“.
Hefe – in Pulverform oder als Würfel - gab es zu Ur-Ur-Großmutters Zeiten auch noch nicht. Trotzdem benötigten die Bäcker oder Hausfrauen eine Hefe, um den Teig gehen zu lassen.
Ursprünglich benutzten Bäcker nur die in Brauereien und Brennereien am Ende des Prozesses anfallende Hefe, welche jedoch von schlechter Qualität war.

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Der große Nachteil an den Hefepilzen war, dass sie eine Menge Mehl für den Zersetzungsvorgang brauchten. Zu Zeiten der Nahrungsmittelknappheit stellte sich das zunehmend als Problem heraus.
Zum Anfang des 19. Jahrhunderts fand man aber eine Lösung für das Hefe-Problem. Der Chemiker Justus Liebig machte damals eine bahnbrechende Entdeckung. Er fand heraus, dass Natron unter Beigabe von Weinstein-Kaliumbitartrat Teig auflockerte – ganz ähnlich wie auch die Hefe. Allerdings wurde bei dieser Mischung das Mehl nicht zersetzt. Aus dieser Entdeckung entstand das Backpulver, das auch noch heute eine unverzichtbare Zutat beim Backen ist. Auch in unseren Produkten findet Ihr Weinstein- Backpulver. Es sorgt dafür, dass der Teig schön aufgeht und nach dem Backvorgang das Ergebnis luftig und locker ist. Ohne Backpulver würden wir uns an so manchem Gebäck einfach die Zähne ausbeißen. Wie Ihr seht, war das Brotbacken wirklich nicht einfach und mit sehr viel harter Arbeit verbunden.

Ein Glück, dass Ihr uns habt;-)

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